5 Fragen an: Das DSA-Museum

In unserer Rubrik5 Fragen an… soll kleinen und großen DSA Fanprojekten die Gelegenheit gegeben werden, sich in unregelmäßigen Abständen vorzustellen. Heute stellt sich Alexander G., alias ‘Hans Werner Grolm‘ vom DSA-Museum den 5 Fragen.

Du hast ein DSA Projekt, das du im Rahmen der ‘5 Fragen an..’ vorstellen möchtest? Schreib uns an!


Worum geht es beim DSA-Museum?

Das DSA-Museum zeigt Publikationen und Material aus der Welt von Das Schwarze Auge abseits des „Alltäglichen“. Es geht also konkret um seltenes, ungewöhnliches und bisweilen recht obskures Material aus der etwa 30 Jahre umfassenden DSA-Historie. Kombiniert wird das Bildmaterial immer mit einer – so gut es geht – kurzweiligen Geschichte zum jeweiligen Sammelobjekt. Meine Website richtet sich also dementsprechend nicht nur an eingefleischte DSA-Sammler und -Historiker, sondern auch an Fans, die einfach Freude an netten kleinen Erzählungen über sehr „nerdige“ Dingen haben.

Wie ist die Idee dazu entstanden?

Hier kommen mehrere Einflüsse zusammen. Zum einen ist es so, dass ich beruflich bedingt unter der Woche immer von daheim abwesend bin. Aus dieser räumlichen Trennung von meiner DSA-Sammlung erwuchs die Idee einer Bilddatenbank, sodass ich unter der Woche immer mal nach meinen „Schätzen“ schauen kann. Zum anderen stellte ich fest, dass die Erinnerung an eigentlich viele gute Geschichten über das gehortete Material – und auch wie ich an dieses herankam – teilweise verblasste. Hieraus ergab sich einfach die Notwendigkeit, sich manches zu notieren. Und zu guter Letzt habe ich festgestellt, dass sich Menschen kurioserweise für all die Geschichten, die ich zu berichten habe, interessieren und ihnen – zu meiner anfänglichen, ehrlichen Überraschung – diese Geschichten wirklich Freude bereitet haben.

Welche Stücke fehlen dir noch und gibt es Pläne für die Zukunft?

Nach heutiger Zählung sind es knapp 4.000 verschiedene (offizielle) DSA-Sammlerstücke, die ich bislang gehortet habe. Und immer wenn ich denke, ich bin aus dem Gröbsten raus, sind plötzlich schon wieder die nächsten Gelegenheiten zum Greifen nahe – ganz nebenher natürlich zu dem parallel laufenden Zustrom aktueller Lizenzprodukte, von denen ich keine auslasse, und seien sie noch so abstrus. Was ich damit sagen möchte: Obwohl es mittlerweile wirklich echt viel ist, was ich habe, finde ich immer wieder Dinge, die mir fehlen. Meine Top 4 DSA-Memorabilien, die ich nach wie vor schmerzlich misse:

1. Das Schwarze Auge-Werbefilme auf original Band
2. DSA-Zinnfigurenständer (ein ziemlich großes Display für die „blauen“ Schmidt Spiele-Miniaturen)
3. Schwert-Trophäe zu einem alten Armalion-Wettbewerb
4. Herokon Online Trinkhorn

Größere Pläne für die Seite habe ich nicht. Vielleicht ein wenig die Modernisierung derselben.

Welches Erlebnis, im Zusammenhang mit dem DSA Museum, ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe Geschichten, die ich mir nie vorher hätte träumen lassen. Nach wie vor finde ich es zum Beispiel verblüffend und beeindruckend, dass wildfremde Menschen mich anschreiben, um mir einfach zu helfen – sei es durch gute Tipps, durch Erzählungen zu alten Sachverhalten oder sogar durch bisweilen fantastische Schenkungen. Mit solchen Dingen hätte ich wahrlich nie gerechnet. Anders herum freut es mich natürlich, dass ich wirklich vielen Leuten, die konkrete Fragen zu älterem DSA-Material hatten, schon weiterhelfen konnte. Ich fühle mich durch jede Anfrage nach wie vor geehrt und beantworte sie stets mit der gebührenden Aufmerksamkeit. Bemerkenswert ist im Übrigen auch, dass ich über die Kontakte zu der Seite echt nette Bekanntschaften geschlossen habe, auch ganz abseits des DSA-Kontextes. Das vielleicht Verrückteste, wozu mich die Seite bzw. die Sammelleidenschaft gebracht hat, ist sicherlich der Guinness Buch Weltrekordeintrag für die weltweit größte DSA-Sammlung. Dagegen muten durchaus häufigere Ereignisse wie Reisen in andere Länder, um bestimmte DSA-Einzelstücke persönlich abzuholen, eher unspektakulär an.

Wenn das DSA-Museum ein DSA Charakter wäre, welcher wäre es dann?

Die Frage ist ganz leicht beantwortet: Und zwar ein Grolmischer Händler mit Namen Neerax Dal. Und zwar deswegen, weil ein solcher Grolmischer Händler seit Beginn an das Maskottchen meiner Website ist.
Seine Wurzeln hat diese Figur im Übrigen in wirklich sehr grauer Vorzeit, als ich damals nach einem gut merkbaren Forennickname suchte und im Hintergrund die „Glotze“ mit irgendeinem Beitrag des Kabarettisten Hans Werner Olm lief. Aus einer irgendwie dadaistischen Laune heraus entstand dann die schelmisch gemeinte Wortkonstruktion Hans Werner Grolm.

Viele viele Jahre später dann, als ich mit der DSA-Museum Seite begann, hatte ich dann die Idee des Grolms noch einmal ausgebuddelt. Um ein Maskottchen zu basteln, habe ich mir also einfach ein grolmisches Alter Ego verpasst. Aus der augenzwinkernden Idee ist dann wiederum später tatsächlich ein durchaus seriöses und ernst zu nehmendes Konzept geworden. Und zwar dann als ich über einige der letzten Ulisses Crowdfundings die Möglichkeit hatte, einen eigenen fiktiven Helden im DSA-Universum unterzubringen (wobei das im Übrigen nur ein Nebenprodukt war, da ich eigentlich nur auf die materiellen Aspekte der jeweiligen Belohnungen „scharf war“). Und da ich mich selbst – aus vielleicht falscher selbstkritischer Haltung – für keinen guten Erfinder von plastischen Charakteren halte, habe ich mir den Grolm ausgesucht und diesem dann einfach gleich einige meiner aventurisierten Geschichten und Charakterzüge mitgegeben.

Ich stellte bei alldem fest, dass bei dieser Summe von Zufälligkeiten, die zum Grolm führten, ein verblüffend gut funktionierendes und tatsächlich sehr spielbares Heldenkonzept herausgekommen ist. Mittlerweile habe ich sogar die Überzeugung, dass so ein Grolm ein durchaus gut in die Spielwelt passender Heldentyp ist. Und das schöne dabei ist, dass es sich beim Grolm zudem anders als beim natürlich zurecht beliebten Fantasy-Trio Elf, Zwerg, Mensch um eine ureigene aventurische Schöpfung handelt.

Ich gestehe freimütig, dass dieser spezielle in Aventurien nun auffindbare Grolm ganz sicher ein unleugbares Alter Ego von mir ist. Allerdings möchte ich betonen, dass diese Figur nie dazu geschaffen, sondern eben nur ein Produkt des Zufalls war. Von einer Mary Sue kann zudem ebenfalls nicht die Rede sein. Man darf mir getrost glauben, dass wenn ich eine Wunschvorstellung meiner selbst bzw. einen idealisierte Charakter von mir in Aventurien hätte haben wollen, es sicherlich kein Grolm geworden wäre.


Wir bedanken uns für die Beantwortung der Fragen und drücken die Daumen das sich das eine oder andere gesuchte Sammelstück noch findet!

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1 Kommentar
  1. Frosty Pen&Paper sagt

    Danke für das schöne Interview
    Ich mag den Grolm total gerne 🙂