Neuigkeiten aus der Welt des Schwarzen Auges (DSA)

Was macht eigentlich… Ina Kramer?

Was macht eigentlich... Ina Kramer

Wieder hat sich eine ehemalige DSA-Autorin in unserer Rubrik Was macht eigentlich…? den Fragen von DSANews gestellt.

Hallo Frau Kramer! Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für unsere Rubrik “Was macht eigentlich…” genommen haben. Mit der titelgebenden Frage wollen wir auch direkt beginnen: Was macht eigentlich Ina Kramer heute?

Als Rentnerin befinde ich mich in der angenehmen Lage, ein weitgehend von Termin- und anderen Zwängen befreites Leben führen zu dürfen. Also kümmere ich mich um meinen Hund, um meine sozialen Kontakte, um Haus und Garten, übe – gelegentlich – Klavier, und wenn ich eine zündenden Idee habe, schreibe ich ein Gedicht.

Sie haben Kunst und Lehramt studiert, haben als Lehrerin gearbeitet, haben für DSA illustriert und kartographiert, haben Abenteuer, Regelwerke und Boten-Artikel geschrieben, waren Redakteurin, Lektorin und Verantwortliche. Mittlerweile sind sie Dichterin, Jugendbuch-Autorin, E-Book-Verlegerin und haben 2014 ihren ersten Literaturpreis gewonnen. In welcher Rolle sehen sie sich selbst am liebsten?

Zunächst möchte ich etwas richtigstellen: Ein Regelwerk oder gar mehrere Regelwerke habe ich nicht verfasst. Mein Anteil am Regelwerk beschränkte sich darauf, in simulierten Spielsituationen die von Ulrich Kiesow ersonnenen Regeln auf ihre Tauglichkeit hin zu testen und eventuell Verbesserungsvorschläge zu machen. Und meine Abenteuerproduktion umfasst exakt ein einziges Exemplar. Bei DSA Junior hingegen, einem Flop, leider, und inzwischen vermutlich völlig vergessen, habe ich als gleichberechtigte Co-Autorin mitgearbeitet.

Obwohl ich Gedichte schreibe, möchte ich nicht als Lyrikerin bezeichnet werden (auf keinen Fall!), allerdings auch nicht als Hobby-Dichterin. Meine Gedichte sind zwar immer metrisch korrekt, also formstreng, sollen aber, wenn möglich, auch ein überraschendes, satirisches oder “schräges” Element enthalten: eine Pointe, eine kleine Stichelei, eine überraschende Wendung. Wenn mir das gelingt, bin ich zufrieden.

Es gibt in meinen Sammlungen selbstverständlich auch ernste, sogar traurige Gedichte, zum Beispiel die der “In Memoriam”-Reihe, oder sozialkritische wie “Sabras Klage”, “Tierliebe im August”, “Lustig ist das  Zigeunerleben” et cetera, aber sie beschränken sich auf höchstens zehn Prozent meiner Produktion, und bei Lesungen trage ich sie niemals vor. Ich will die Zuhörer ja nicht zum Weinen, sondern zum Lachen bringen.

Die ersten Gedichte habe ich übrigens für DSA geschrieben. Ja, mit Fantasy-Gedichten hat es angefangen.
Von den Dichtern des 20. Jahrhunderts schätze ich Morgenstern und Gernhardt am meisten, auch Brecht. Heine habe ich neulich (wieder)entdeckt, und die wunderbaren Verse aus dem Gedicht “Beine” möchte ich den Lesern nicht vorenthalten: “Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen.;”
Aufzuzählen, welche Dichter ich darüber hinaus schätze, würde hier zu weit führen. Der Preis war zwar dotiert, aber doch relativ unbedeutend. Gefreut habe ich mich trotzdem.

Welcher Heldentyp wären sie wohl, wenn Sie ein DSA-Charakter wären?

Da ich selbst eher klein, dünn und dunkelhaarig bin, gefällt mir die Vorstellung, eine Thorwalerin zu sein – groß, derb, schlagkräftig, aber im Grunde gutmütig. Einen solchen Charakter habe ich auch gespielt. Als Gegenpol dazu und meinem Wesen vielleicht mehr entsprechend, könnte ich mich als Tsa-Geweihte oder Tsa-Anhängerin sehen. Die tsagläubige Bardin Tsaiane Drosselanger aus dem Roman Im Farindelwald war damals in gewisser Weise mein Alter Ego.

Auf Amazon erscheinen noch fleissig neue Romane und Gedicht-Sammlungen von Ihnen. An welchen Werken arbeiten Sie gerade? Wann können Ihre Leser etwas Neues von Ihnen erwarten?

Oh, das kann dauern. Zwar habe ich noch zwei Manuskripte “in der Schublade liegen”, aber diese nicht mehr ganz frischen Texte zu überarbeiten, dazu fehlt mir momentan die Lust. Am ehesten kann ich mir einen dritten Gedichtband vorstellen, offen gestanden, ich arbeite dran. Doch da Hesinde und die Musen mich nicht täglich mit zündenden Ideen (s. o.) beschenken, und nach der Idee ja erst die eigentliche Arbeit beginnt, die sich über Tage hinziehen kann, mögen Monate, vielleicht sogar Jahre vergehen, bis ich genug Material beisammen habe. Neue Prosaarbeiten sind derzeit nicht in Planung.

Ihre Romane, Kurzgeschichten und das Abenteuer Zorn des Bären zeichnen sich durch einen sehr ruhigen, atmosphärischen Erzählstil aus, der in Nach der Predigt mit dem mehrseitigen inneren Monolog des schwitzenden Praioshochgeweihten auf die Spitze getrieben wird. Was ist Ihnen wichtig beim Schreiben?

Dass der Text unterhaltsam ist und nicht humorfrei, so wie, hoffentlich, meine aventurischen Geschichten und Romane und die Erzählungen in meinem Storyband “Die Albtraumgruppe”. Goethes “Faust” zum Beispiel enthält, trotz der ernsten Thematik, Passagen voll subtilen (und weniger subtilen) Humors. Für die Romane von Thomas Mann, den ich sehr verehre, gilt dasselbe.

Eine Ihrer Gedichtssammlung trägt den ungewöhnlichen Titel “110 Gedichte: meistens gereimt formstreng und von unterschiedlichem Versmaß oft lustig manchmal auch nicht, aber immer knackig”. Derart benamt würde vermutlich kein regulärer Verlag ein Buch veröffentlichen. Genießen Sie die Freiheit, die einem die heutigen E-Book- und Print-on-Demand-Plattformen bieten? Fehlt Ihnen manchmal die gemeinsame Arbeit an einem Großprojekt wie Aventurien?

110 GedichteUnd wieder muss ich etwas richtigstellen: Der Titel des Bändchens lautet 110 Gedichte. Der restliche Text ist zugleich Untertitel und “Klappentext”, und ich habe die Wörter so auf der Seite verteilt, dass sie eine Illustration ersetzen. Daher fehlt auch, bis auf das Komma nach “nicht”, die Interpunktion.
Die meisten Verlage verlegen Lyrik nicht gern, da Gedichte sich schlecht verkaufen, wenn man nicht gerade Ulla Hahn, Durs Grünbein oder Jan Wagner heißt, um nur drei Namen zu nennen.

Dass viele Menschen mit Gedichten nichts anfangen können, seien sie nun gereimt, ungereimt, witzig, bräsig, holprig oder unverständlich, dafür habe ich übrigens volles Verständnis.

Da ich keine bedeutenden Preise vorzuweisen habe, besteht für mich keine Chance, bei einem bekannten Verlag unterzukommen. Immerhin haben mir meine BoD-Veröffentlichungen eine kleine Fan-Gemeinde beschert. Und dass mir keiner reinredet, empfinde ich als sehr angenehm.

Die Teamarbeit für DSA war ein schöner, erfüllender und oft lustiger Lebensabschnitt. Aber er ist Vergangenheit. Brainstormings, bei denen wir uns vor Lachen gekugelt haben und bei denen am Ende doch etwas Tolles herausgekommen ist, wird es nie wieder geben.

In ihren Geschichten tauchen mit Thalionmel, Mirhiban, Janne, Sylphinja, der blauen Frau viele charakterstarke, eigenständige Frauen auf. Wie wichtig war Ihnen, dass Aventurien von Anfang an eine vergleichsweise emanzipierte, gleichberechtigte Spielwelt war? War DSA ein Vorreiter auf diesem Gebiet?

Nicht nur mir, auch Werner Fuchs, Hans-Joachim Alpers und vor allem Ulrich Kiesow war es ein wichtiges Anliegen, dass bei unseren Spielercharakteren Männer und Frauen absolut gleichberechtigt sind. (Dass es in Aventurien Kulturen gibt, in denen keine Gleichberechtigung herrscht, widerspricht dem nicht.) Bei unseren damaligen Recherchen stießen wir auf ein Spielsystem, bei dem weibliche Charaktere nicht nur Punktabzüge bei Körperkraft erhielten, sondern auch bei Intelligenz/Klugheit!!!
Das fanden wir unsäglich.

Sie sagen von sich selbst, dass Sie kein sonderlich großer Fantasy-Fan sind. In Aventurien sind sie dennoch fast 17 Jahre lang hängen geblieben. Was ist in Ihren Auge das Besondere an diesem Rollenspiel, das bald seinen 35 Geburtstag feiert und noch immer Tausende Fans hat?

… dass Aventurien eine lebendige Welt ist, die sich weiterentwickelt, eine Geschichte hat, in der unterschiedliche Kulturen leben mit unterschiedlichen Religionen, Bräuchen et cetera.

Sie waren bei jenem legendären Dänemark-Urlaub mit Ulrich Kiesow, Werner Fuchs und seiner Frau dabei, bei dem angeblich während einiger verregneter D&D-Nachmittage das Konzept zu DSA geboren wurde. Laut Wiki Aventurica entstand in Ihrer Wohngemeinschaft das Schwarze Auge. Können Sie uns etwas mehr über den Entstehungsprozess erzählen? Wie groß war Ihr Anteil an der Entwicklung und Gestaltung der ersten DSA-Boxen und Abenteuer?

Meine Erinnerungen an jenen Urlaub sind sehr, sehr nebelhaft. Was genau wann und wo entstand, weiß ich nicht mehr. Aber da wir vier Hundeliebhaber und -halter waren (und Familie Fuchs und ich es immer noch sind), glaube ich, dass die Entscheidung, Hunde in die Spielwelt aufzunehmen, schon recht früh gefallen ist. Und wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, finden sich bei den aventurischen Hunderassen Porträts von Fuchsens damaliger Hündin Molly und unserer Hündin Bella.

Nach so vielen Jahren finde ich es allmählich an der Zeit, mit dem Märchen von der WG aufzuräumen. Es hat nie eine WG gegeben! Ulli hat die DSA-Regeln – ich spreche von den Ur-Regeln – alleine ersonnen. Er war auch von Anfang an der einzige, für den die DSA-Arbeit den Hauptberuf darstellte.

Wenn über die Schöpfer des erfolgreichsten deutschen Rollenspiel-Systems berichtet wird, fallen meistens die drei großen Namen Kiesow, Fuchs und Alpers. Der Name Kramer fällt sehr viel seltener, obwohl sie spätestens ab 1986 sehr viel aktiver an der Gestaltung von DSA beteiligt waren als Hans-Joachim Alpers oder ihr Schwager. Haben Sie sich bewusst im Hintergrund gehalten? Sehen Sie Aventurien auch als “ihr Baby” an?

Ich habe mich immer als Ulrich Kiesows Assistentin empfunden, nicht aus falscher Bescheidenheit, sondern weil sein Anteil am Regelwerk und an der Welt de facto viel größer war als meiner und er, wie gesagt, die DSA-Arbeit hauptberuflich betrieben hat. Bestimmte Regionen und Figuren aber empfinde ich auch heute noch als unsere gemeinsamen Babys.

Vergessen werden darf aber auch nicht das Team der Autorinnen und Autoren, die mit ihren Ideen, ihrer Kreativität und ihren Texten viel zur Gestaltung der Welt beigetragen haben. Und auch von den Spielern kamen Anregungen. Einige davon sind sicher in das Spiel eingeflossen. So gesehen hat Aventurien etliche Mütter und Väter.

Als 1990 die Box Das Land des schwarzen Auges erschien, wunderten sich viele über das seltsam androgyne Aussehen seiner allergöttlichsten Magnifizienz. Wussten Sie zu diesem Zeitpunkt schon, dass Kaiser Hal eine Frau ist? Haben Sie persönliche Lieblinge unter den Meisterpersonen? Welches Ihrer unzähligen Charakterportraits ist Ihr Favorit?

Tja, das ist eine gute Frage, sie ähnelt der von der Henne und dem Ei. Vielleicht hat Ulli entschieden, dass Kaiser Hal in Wahrheit eine Frau ist, weil ich ihn so androgyn gestaltet habe, vielleicht aber auch habe ich ihn androgyn gestaltet, weil Ulli das bereits entschieden hatte. Ich weiß es nicht mehr. Ich weiß nur noch, dass ich mich beim Hal-Porträt vom Bildnis der Laura Battiferri des von mir hochverehrten Florentiner Manieristen Bronzino habe inspirieren lassen. Für Interessierte hier der Link zum Bild.

Wer Lust hat, in alten Zeichnungen zu stöbern, kann übrigens weitere Berühmtheiten entdecken: Yul Brynner, Robert Mitchum, Marlon Brando, Marc Bolan… (Spontan fallen mir nur Männer ein – wie peinlich!)
Eine Favoritin oder einen Favoriten habe ich nicht.

Ein großes Alleinstellungsmerkmal von DSA war immer die unglaublich detaillierte Aventurien-Karte, die dieses Fantasie-Land in meinen Augen – und denen unzähliger anderer Spieler – zu einem so glaubhaften Ort gemacht hat. Von wem stammt die Idee zu dieser luftbildartigen Darstellungsform? Mit welcher Technik haben Sie die Karten gemalt, und wie lange haben Sie an einer Karte gesessen? War es nicht unglaublich ermüdend, unzählige Hügel und Berge, Wälder, Seen, Straßen und Weiler zu malen? Von wem stammen die ganzen Ortsnamen (insbesondere Gradnochsjepengurken?)

Es existieren mehrere Karten des Kontinents. Nur diejenige, die aussieht wie eine alte Landkarte, auf der noch die Spuren der vorherigen Faltung sichtbar sind, stammt von mir. Auch der im letzten Herbst verstorbene Ralf Hlawatsch, mit dem ich bis zu seinem Tod freundschaftlich verbunden war, war ein großer Kartenzeichner. Ihm verdankt das Spiel viele schöne Stadtpläne.

Was nun die Karten der Regionen betrifft, die man, wenn man die Ränder abschneidet (und über genügend Platz verfügt) zu einer einzigen großen zusammenlegen könnte: Die Idee zu der luftbildartigen Darstellung kam uns durch eine riesige Deutschlandkarte, die damals in unserer Wohnung hing. Diese Karte war in den achtziger und neunziger Jahren ziemlich populär; vielleicht kennt sie noch jemand.

Ich habe die Karten mit Acryl-Farben gemalt, und, ja, die Arbeit war bisweilen eine argeSchinderei. Deshalb hat es mich auch verbittert, wenn der Druck nicht dem Original entsprach, zum Beispiel gelbstichig oder zu kontrastarm war. Das ist leider einige Male geschehen.

“Gradnochsjepengurken” klingt nach Karl-Heinz Witzko. (Ob er sich diesen Ort tatsächlich ausgedacht hat, kann er am besten selbst beantworten.) Aber neben Ulrich Kiesow haben auch Fuchs, Alpers und viele Autoren Namen beigesteuert.

Gerasim, einer der Ortsnamen, die von mir stammen, ist der Name eines taubstummen Leibeigenen, Held der tieftraurigen Erzählung “Mumu” von Iwan Turgenjew. Eine aventurische Stadt nach ihm zu benennen, war vielleicht nicht richtig. Aber, nun ja, ein hübscher Ortsname ist es doch, oder?

Mit Der Zorn des Bären haben sie nur ein einziges Abenteuer verfasst, das dafür aber durch das schöne Setting, die Atmosphäre und die ungewöhnlichen Aufgaben (Hochzeit einer Spielerheldin, Kindern helfen) zu überzeugen wusste. Warum gab es keine weiteren Abenteuer von ihnen?

Abenteuer-Plots zu entwerfen, war eben nicht so mein Ding. Außerdem, das muss ich leider gestehen, war ich nicht wirklich regelfest, besonders was die Magie-Regeln betraf. Das muss man aber sein beim  Abenteuer-Schreiben. Diese Wissenslücken zu schließen, dazu fehlte mir die Lust und vor allem die Zeit neben dem Karten-Zeichnen und Romane-Schreiben.

Ihr Mann Ulrich Kiesow erlebte die Veröffentlichung seines letzten Roman nicht mehr mit, da er unglücklicherweise kurz nach Fertigstellung des Manuskripts verstarb. Gab es seinerseits noch weitere Pläne für den aventurischen Meta-Plot, die nicht mehr realisiert werden konnten? Wie wichtig war Ihnen das Konzept eines lebendigen Aventuriens? Bevorzugen Sie epische Schlachten gegen zurückkehrende Dämonenmeister oder das Zurückerobern des gestohlenen Winterbolds von der Torsiner Landjugend?

Ulli hat mir einmal, noch während der Arbeit am “Zerbrochenen Rad”, erzählt, dass er plane, als nächstes einen Elfen-Roman zu schreiben. Das wäre bestimmt ein großartiges Buch geworden. Die zweite Frage kann sich eigentlich jeder selbst beantworten. Trotzdem hier meine Antwort: eindeutig Winterbolde.

Britta Neigel und Sie haben nach Kiesows Tod die DSA-Redaktion betreut. Ab 2001 haben Sie sich aus der Arbeit an DSA zurückgezogen. Was war der Grund für Ihren Ausstieg? Haben Sie die weitere Entwicklung des Regelwerks oder von Aventurien oder Myranor verfolgt? Wann haben Sie zum letzten Mal eine DSA-Publikation in Händen gehalten? Wann war ihre letzte Rollenspielrunde?

Ein Aventurien ohne Ulrich Kiesow ergab und ergibt für mich keinen Sinn.

Haben Sie noch ein paar schöne Anekdoten aus Ihrer aktiven DSA-Zeit, die Sie mit unseren Lesern teilen wollen?

Nur eine Anekdote kann ich beisteuern, aber die Erinnerung an sie erfüllt mich mit Wehmut, weil einer der beiden Beteiligten, Jörg Raddatz, inzwischen auch verstorben ist. Außerdem habe ich sie nicht selbst erlebt, sondern erst am nächsten Tag beim Frühstück von ihr erfahren:

Einmal trafen wir uns in kleiner Runde – Ulli, Hadmar von Wieser, Jörg Raddatz und ich -, um aventurische Belange zu besprechen. Es wurde spät, und irgendwann zogen Ulli und ich uns zurück. Hadmar und Jörg aber debattierten weiter, bis Jörg schließlich meinte: &”Ich glaube, jetzt müssen wir auch mal ins Heiabett.”
So ist die Oase Hayábeth (hoffentlich habe ich sie richtig geschrieben) zu ihrem Namen gekommen.

Vielen Dank Frau Kramer, für Ihre Zeit und ihre Antworten. Und natürlich für die vielen tollen Erinnerungen, die an ihren Werken hängen. Wir (und hoffentlich alle DSA-Spieler) wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute!


Das Interview wurde ebenfalls auf vierheldenundeinschelm.blogspot.com veröffentlicht.

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Anjunor
Gast
Anjunor

Die Reihe “Was macht eigentlich” erfreut mich als “alten Sack” immer ganz besonders. Danke dafür!

Sjepengurken und die ähnlich benannten Ortschaften im Bornland tauchten, wenn ich mich recht erinnere, im Rahmen der ersten, via Leser-Briefwahl durchgeführten Adelsmarschallswahl im Aventurischen Boten auf, wo eben die “Adligen” besagter Ortschaften witzig Stimmzettel einreichten – somit müssten sie die Erfindung eines oder mehrer zusammenarbeitender Spieler gewesen sein, die auf der Karte Eingang fanden.

(Nach weiterer Recherche:) Zitat aus dem Aventurischen Boten 29, irdischer Hintergrund zur damaligen Bornlandwahl: “Auf die Spitze trieb es dann die Familie Sjepengurken, die mit der gesamten, siebenköpfigen Familie zur Wahl antrat, wobei sechs selbsternannte Barone von verschiedenen Teilen des Dörfchens Sjepengurken Herzog Jucho ihre Stimme geben wollten und lediglich ein Familienmitglied (wohl bedingt durch besondere Umstände) seine wahre Meinung kundtat: “Justus Dailerding muß sofort abgesetzt werden, der hergelaufene Stinker hat mir noch nie ein Bier ausgegeben, daher meine Stimme für Ilse Themenstein!” (Pettar Sjepengurken, Baron von Gradnochsjepengurken).”

Zorni
DSAnews.de

Hi,

es freut uns immer sehr, wenn euch diese Reihe gefällt, denn uns geht es da ganz genau so. Es ist einfach schön in Nostalgie zu schwelgen und die Antworten sind auch meist sehr unterhaltsam. Besonders toll ist natürlich, wenn sich die Ehemaligen auch bereit erklären das mitzumachen, das freut uns immer diebisch.

Danke für die Recherche zu Sjepengurken – dann ist Karli quasi unschuldig 😉
Das zeigt auch schön den Unterschied von DSA zu DSA-Heute auf, so spaßige Dinge mit den Fans zusammen zu entwickeln und es ins Spiel einzubeziehen ist einfach toll.

Thorsten Most
Gast

Stimmt, so lustige Fan-Entwicklungen wie der Magister-Ilmenblick und sein Honinger Kollegium schaffen es heute nicht mehr nach DSA 😉

Ernst
Gast
Ernst

Naja, über die alten Gags konnte ich lachen.

Viele aktuellen Humoreinlagen lassen mich stirnrunzelnd zurück. Aber ist nicht weiter schlimm, bei Mario Barth kann ich auch nicht lachen.

Thorsten Most
Gast

Ich glaube, man ist sich die letzten 3.000 Jahre weitläufig einig, dass die Vergangenheit besser war. So gesehen ist man mit einer solchen Meinung sicher in guter Gesellschaft. 🙂

karli
Gast

Die Sjepengurkener sind durchaus von mir und waren wahrscheinlich auch Teil einer kleinen Fehde, die ich damals mit Norbert Venzke, dem verantwortlichen Botenmacher ausgefochten habe. Dass die beiden Ortsnamen dann auf der Bornlandkarte landeten, war eine nette Überraschung für mich. Eine andere Aktion in der Richtung war die Sabotage eines von Norberts Sommerrätseln. Eigentlich muss man dazu nur ein paar Buchstaben richtig anordnen, um den Namen einer berühmten aventurischen Persönlichkeit zu erhalten. In dem Fall war das STOERREBRANDT. Nach dem Motto “Was man richtig machen kann, kann ,man auch falsch machen” habe ich ihm damals statt der richtigen Lösung ca. 80 falsche geschickt. Und zumindest eine – “Tor Strandeber” – habe ich später in einem Roman verwendet. Ina ließ sich damals auch leicht zu solchem Unsinn verleiten und erfreute Norbert mit dem berühmten Alanfaner “Oberst Tar Dern”.

Kai Frerich
Gast

Sehr coole Geschichte, Karli, für solche Anekdoten liebe ich diese Retro-Interviews. Wir brauchen unbedingt irgendwann ein RatCon- oder KRK-Panel mit dem Titel “Witzkos Nähkästchen”

Zorni
DSAnews.de

Danke, solche Anekdoten sind top 🙂

Stefan Blanck
Gast
Stefan Blanck

Die Örtchen Sjepengurken und Gradnochsjepengurken waren zum Zeitpunkt der Adelsmarschallwahl schon bekannt. Gut möglich, dass sie von Karli stammen.
Die Figur des Pettar von Gradnochsjepengurken wie auch das wörtliche Zitat von Pettar zur Teilnahme an der Adelsmarschallswahl stammt aus meiner Feder.
Ähnlich wie Karli fand ich damals “Gegenentwürfe” reizvoll, um herauszufinden, wie Ulli wohl darauf reagieren würde. Die Steigerung von Pettar von Gradnochsjepengurken war die mittelreichische Baronswahl im darauffolgenden Jahr, zu der Poffel der Moha (erfolgreich) kandidierte. 😉

Tau
Gast
Tau

Meine absolute Lieblingskategorie. Könnte jede Woche ein neues Interview lesen. Weiter so!

GTStar
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GTStar
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Ein tolles Interview und spannend zu lesen 🙂