Neuigkeiten aus der Welt des Schwarzen Auges (DSA)

Webwatch #25 – Die Ratcon naht

Webwatch

Webwatch #25 steht im Zeichen der Ratcon und Wege der Vereinigungen. Das Thema hat sich einige Zeit nach der Veröffentlichung des Buches etwas aufgebauscht und wurde immer wieder durch verschiedenste Kanäle gejagt, die wir oft auch direkt mit Euch geteilt haben. Haben wir auch noch andere Inhalte? Klar…

Ulisses-News

Wie immer geht es los mit den Videos und Blogs vom Big U.:

Die Bald anstehende Hauseigene Convention Ratcon wird erneut mit einem Aventuria Turnier aufwarten, alle Infos dazu findet ihr direkt bei Ulisses, wenn ihr dem Link zum Blog folgt.

Wir bleiben bei der Ratcon: Sebastian Windhagen bietet einen waschechten Arbach zur Versteigerung an. Die Details zum Schmiedevorgang und der letztendlichen orkischen Waffe findet ihr in dem Facebook-Post.

Der E-Book-Store DriveThru veranstaltet wieder eine Rabatt-Schlacht mit dem Namen Christmas in July. Da auch der Ulisses E-Book-Store über DriveThru läuft, gibt es auch dort Rabatte auf zahlreiche DSA-Produkte.

Weiter geht es mit einem halbstündigen Vlog zu den Produkten rund um DSA mit deutschen neuaufgelegten Taschenbüchern, englischem Material und viel Zubehör am Spieltisch.

Im Ulisses F-Shop wurden einige Neuheiten eingestellt:

Wege der Vereinigungen

Nachdem schon in der letzten Webwatch ein Video von Natalia geteilt wurde, hat sie sich dieses Mal die Romane angesehen und rezensiert die darin enthaltenen Kurzgeschichten für Euch. Sie geht dabei nicht chronologisch vor sondern sortiert von gut nach nicht so gut

Auch die Spielhilfe über Kurtisanen und Bordelle aus dem WdV-Crowdfunding wird von ihr auf Youtube rezensiert.

Nach der kontroversen Debatte über Sexismus und Rassismus in Wege der Vereinigungen (wir berichteten), hat auch Mháire von Orkenspalter TV in einen Live-Stream ihre Position zu dem Thema dargestellt.

OrkenspalterTV

Wenn wir schon mal bei Mháire sind, bleiben wir doch gleich dabei: Zusammen mit Nico und Patric gibt es in der Late Nerd Show #212 ein großes Special zu der Entwicklungsgeschichte von Myranor

OrkenspalterTV hat auch 2 neue Let’s Play Reihen auf Youtube gestartet.

Im ersten Let’s Play geht es um das ursprünglich als LARP-Projekt gestartete Collegium Magicae in Albernia, dass nun als Let’s Play fortgeführt wird.

Nach dem abgeschlossenen Myranor Let’s Play Die Ewige Mada folgt nun das Anschluss-Abenteuer Das Sterbende Land.

Frosty Pen&Paper Online

Frosty rezensiert auf seinem Kanal das DSA5-Abenteuer Gefangen in der Gruft der Königin.

Sonstiges

Phexi stellt in seinem neusten Video ein paar Tipps für Einsteiger von DSA 5 zusammen, mit denen sich diese etwas orientieren können in der Flut an Büchern und Material. Was braucht man wirklich für den Einstieg?

 

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Ach du meine Güte, was hab ich denn da verpasst? Ungefähr die erste Woche nach der WdV-PDF-Vorveröffentlichung hatte ich zaghaft die virtuellen Lauscher aufgestellt, ohne wirklich was zu hören. Und war seitdem kaum hier, weil mir DSA5 großteils schnurz ist und meine Aufmerksamkeit mit dem Verfolgen von Neuigkeiten anderer Fandoms sowie IRL ausgelastet war. Kann ja keiner ahnen, dass Wochen später ein eklatanter Eklat vom Zaun gebrochen wird. Das Thema hängt sicher schon allen zum Halse heraus, aber ich kann die vom Riesländer aufgelisteten Punkte schlecht unkommentiert lassen, und da das bei der News nicht mehr geht, bietet sich das Orkenspalter-Video als Anlass an.

“Die Penisgröße von people of color (POC)”
Der eine Kritikpunkt, mit dem ich absolut gerechnet hatte. Macht ihn aber um keinen Deut weniger absurd. Von der Aufbauschung zu *dem* Anlass zweier Autoren, sich zu verabschieden, ganz zu schweigen. Ich halte nicht gerade hinter dem Berg damit, dass ich abgesehen von der Regelwiki, dem SA und den Illustrationen nichts Gutes an DSA5 finden kann, und dass ich vom regressiven Metaplot etwa der zweiten Hälfte DSA4.1 (und dem draus resultierenden elendig langweiligen Status Quo zu Beginn von DSA5) einigermaßen angewidert bin, aber ausgerechnet die Penistabelle soll das Fass zum Überlaufen bringen? Ernsthaft?! … Packen wir das Problem direkt an der Peniswurzel: Die Stereotypen sind zwar etwas überzogen, aber, nein, die Penisgröße ist schlicht und einfach keine globale Konstante! Es gibt mehr als genug statistische Erhebungen dazu – aufgrund unterschiedlicher Methoden (Befragung (*augenroll*), Messung des steifen Glieds (variiert), Messung des auf maximale Länge gezogenen schlaffen Glieds (erlaubt keine Messung der Dicke)) nicht für jedes einzelne Land verlässlich, aber für eine generelle Tendenz Kongoid > Kaukasoid > Mongoloid durchaus tauglich. Und als verlässliche Evidenz für die Dicken haben wir die Tatsache, dass Durex (und vermutlich andere Kondomhersteller) die auf europäischen Werten beruhenden Konfektionsgrößen für afrikanische Märkte vergrößert und für asiatische Märkte verkleinert haben, nachdem sie in ersteren ungewöhnlich häufig gerissen und in letzteren ungewöhnlich häufig heruntergerutscht waren. Der Unterschied scheint auf den ersten Blick nicht groß – vielleicht jeweils ein halber Zentimeter Durchmesser mehr bzw. weniger – aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man ihn deutlich spürt. Mich auf meine (deckungsgleichen) persönlichen Erfahrungen zu berufen, wäre nicht legitim, aber die (überall größen- u.v.a. längenfixierte) Schwulenpornoindustrie bietet genug Daten für ein klares Bild: In Japan werden auf den Packungen 18, 17 und selbst 16 cm in großen Lettern als “Riesenpenisse” angepriesen; im europäischen und amerikanischen Markt ist das zwar auch über dem Bevölkerungsdurchschnitt, aber im Business weitestgehend das absolute Mindestmaß, während in japanischen Videos folgerichtig auch deutlich kleinere Penisse vorkommen. In thailändischen Produktionen sieht man hier und da auch mal 20 cm, aber das ist schon das höchste der Gefühle unter Asiaten. Der Guinness-Weltrekordhalter für den größten menschlichen Penis ist meines Wissens nach immer noch ein weißer Heterosexueller, der in den 1990ern durch Porno- und Talkshowstudios tingelte, aber auf Dauer damit nicht glücklich wurde, weil er keine Frau fand, die sein Teil vertrug, aber alles andere deutet darauf hin, dass das geflügelte Wort des BBC (Big Black Cock) der generellen Wahrheit näher steht. Die weiße Standardgröße (insbesondere unter Tops) beläuft sich auf ca. 20 cm (+/- 2 cm), unter Bottoms sieht man mitunter auch ca. 15 cm (+/- 2 cm), ein paar der Superstars haben ca. 25 cm (+/- 2 cm), und etwa ein Mal alle zehn Jahre findet sich jemand mit ca. 30 cm (+/- 2 cm), der sich für ein paar Jahre einen goldenen Pimmel damit verdient, dass er sein Teil, das keine ihm bis dahin (und nachher?) begegnete Möse aufnehmen kann, bis zum genüsslichen Anschlag in männliche Ärsche steckt. (Auf diesen Punkt komme ich später noch zurück.) Für schwarze Penisse lässt sich weitestgehend dasselbe sagen, nur mit dem Unterschied, dass die beiden größten Kategorien zwar keineswegs Standard, aber jeweils deutlich häufiger anzutreffen sind. Der übliche Latino/Hispanic, den man sich so allgemein vorstellt, ist ein Mestizo, also kaukasoid-mongoloider (v.a. spanisch-amerindischer) Mischling, und ich würde grob sagen, dass man unter ihnen von einer europäischen Größenverteilung sprechen kann. (In Brasilien hingegen scheinen die alten rassischen Kasten in Form unterschwelligen Rassismus’ je nachdem, wie europäisch, amerindisch und/oder afrikanisch man aussieht, besonders stark fortzubestehen.) Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob die indigenen Völker Amerikas in dieser Hinsicht den asiatischen Mongoloiden entsprechen oder sich von ihnen abheben. Und, nein, die Penisgrößen haben keinen direkten Zusammenhang mit anderen physischen Merkmalen (wie zum Beispiel der Hautfarbe), aber sie lassen sich gut im Sinne der natürlichen Auslese evolutionär begründen. In Studien werden Bilder ansonsten identer Männer mit größerem Penis als attraktiver bewertet als welche mit kleinerem Penis, das heißt größere Genitalien werden – was für eine Überraschung – in der Partnerwahl bevorzugt (wobei individuelle Schwellen, ab denen man teils begründet, teils unbegründet Angst vor Schmerzen hat, teils bewusst, teils unbewusst als “Korrektiv” dienen mögen). Und in den von besonders großen Penissen “betroffenen” Bevölkerungen gab es einige Jahrtausende länger erstens wenig bis gar keine (materiellen oder immateriellen) Statusfaktoren abseits der eigenen körperlichen Eigenschaften (v.a. Jagd und Gesundheit), zweitens wenig bis gar keine ausgesprochen patriarchalen Strukturen und drittens wenig (Lendenschurz) bis gar keine Kleidung, was wiederum auch die zusätzliche Tendenz zum Fleischpenis statt zum Blutpenis im Vergleich zu andernorts erklärt. Man denke in diesem Zusammenhang auch an Penisfutterale, die nichts anderes sind als Riesenpenisattrappen, die sich dereinst gewiefte Männer zur Verbreitung des eigenen Genmaterials ausgedacht haben. Das Paradegegenbeispiel unter Primaten findet man bei den hyperpatriarchalen Gorillas (quasi den irdischen Orks), die verschwindend kleine Genitalien haben, da die Weibchen in der Partnerwahl nichts zu sagen haben und daher kein entsprechender Selektionsdruck besteht. Im Gegensatz dazu haben Bonobos (quasi schwarzpelzige irdische Goblins) aufgrund ihrer matriarchalen Orgien für nicht-hominine Hominide recht große Penisse sowie geradezu gewaltige Hoden, um jede sich ergebende Möglichkeit der Paarung nutzen zu können (und das Sperma von Rivalen “herauszuschwemmen”). … So, das müsste alle Argumente abdecken, aber um mich direkt an das den Schwall der Entrüstung losgetreten habende Autorenstatement zu richten: Die Ironie, jemandem kolonialistische Mentalität vorzuwerfen, und im gleichen Atemzug die Realverteilung der europäischen Penisgrößen, die noch dazu ohnehin “total unwichtig” sein soll, entgegen aller Fakten ideologisch auf die gesamte Menschheit auszuweiten, muss doch wehtun? Man denke nur z.B. an einen armen japanischen Jugendlichen, der vielleicht sogar über dem lokalen Durchschnitt liegt, aber durch eine regressive Versteifung auf den kaukasoiden Durchschnitt als globalen Standard Komplexe bekommt. Wobei Ulisses diesem Unsinn selbst Tür und Tor geöffnet hat, indem WdV eindeutig selbst dieser wirklichkeitsfernen Wunschvorstellung anhängt, aber für Mohas (und für Thorwaler, aber absurderweise nicht für Utulus) explizit der “Fantasie” den Vorzug gibt (weil bereits zuvor gesetzt). Mein gravierendes Problem mit der Penistabelle liegt gänzlich anders (und wurde schon beim ersten YouTube-Video dazu abgeschmettert), und zwar darin, dass Leute, die Analverkehr betreiben (sprich vor allem homo- und bisexuelle Männer), als Lückenbüßer dafür herhalten müssen, dass sich Spielercharaktere (und ergo Spieler) mit kleinen Penissen nicht benachteiligt fühlen, obwohl sich in Wahrheit nicht nur auch anal größere Penisse besser anfühlen, sondern zudem auch der Darm aufnahmefähiger ist als die Vagina, was die oben erwähnten halbfrustrierten Riesenschwanzträger auf Anfrage nur allzu bereitwillig bestätigen.

“Unklare Trennschärfe zwischen Ulk und Ernsthaftigkeit.”
Fand ich jetzt auch nicht optimal, aber auch nicht groß beklagenswert, sobald man sich daran gewöhnt hat. YMMV.

“Das Bedienen (unbewusster oder alltagsrassistischer) Stereotype ggü. POC”
Der erste Teil macht aus einer Mücke einen Elefanten: Die Redaktion hat einfach bereits gesetzte Bordelle beispielhaft aufgelistet, und ein einziges ist auf Mohaknaben spezialisiert; mehrere andere auf der Liste bieten vor Ort als exotisch erachtete menschliche Optionen. Was für ein Skandal! Außerdem ist die traditionelle Begründung für die Beliebtheit von Mohas als Sexgespiele nicht deren “Exotik”, sondern dass sie einen “ausgesprochen schönen Wuchs” haben, was sicher verallgemeinert, aber beileibe nicht rassistisch ist. Die Würfeltabelle für sexuelle Traditionen ist aber tatsächlich ziemlich WTF und der Rest des Abschnitts in WdV zwar offensichtlich gut gemeint, aber in der Tat recht oberflächlich.

“DSA-Altlasten: Für den amerikanischen Markt zu krass”
Hier muss ich dem werten Rakshazarer ein gehöriges Bullshit zurufen. Erstens ist und bleibt das Herumdrucksen um den Begriff “black pelt” lächerlich, da schon viel dazu gehört, das in ein realrassistisches Statement umzudeuten, noch dazu, wo das weit näher an einem historisch belasteten realen Begriff (“red skin”) liegende “red pelt” halt eben nicht geändert wurde. Zweitens habe ich Moha noch nie mit Mohr in Verbindung gebracht (auch wenn mir die Herleitung spontan betrachtet durchaus plausibel erscheint). Wieso? Weil die beiden phänotypisch und kulturell so gut wie nichts gemein haben! Mohas sind in erster Linie (tropische und subtropische) amerikanische Ureinwohner, nicht Schwarze im modernen Sinne, sprich Kongoide – das sind Utulus. Und die Prävalenz mohischer Sklaven mag eindeutig irdisch der Kolonialzeit entstammen, aber erstens sind die namentlich bekannten Sklaven großteils Tulamiden, und zweitens lassen die derischen Gegebenheiten bis auf ein paar horasische Kriegsgefangene nicht wirklich viel mehr Auswahl zu. In-universe-Logik steht für mich über Realweltbefindlichkeiten. Und um zum ach so schlimmen Begiff “Moha” selbst zurückzukommen: Den Namen des Stammes, mit dem man am meisten zu tun hat, auf den gesamten Kulturkreis auszuweiten, ist nicht rassistisch, sondern natürliche linguistische Praxis! Gerade die Namen für Deutsche in den verschiedenen europäischen und mediterranen Sprachen sind das beste Beispiel dafür. Oder auch die über die Zeit wechselnden verallgemeinerten Endo- und Exonyme für die Einwohner der italienischen und koreanischen Halbinseln. Oder “Araber” für sowohl speziell den Kernbereich als auch generell den Gesamtbereich eines großen Kulturkreises mit viel lokaler Varietät. Oder, oder, oder. Im Gegensatz dazu ist “Waldmensch” intrinsisch exotistisch-rassistisch. Zur irdischen Veranschaulichung: Das is so, als würde man dafür eintreten, Kongolesen “Dschungelmenschen” zu nennen.

“Ausblenden kritischer Seiten: Prostituierte und Levthanspriester”
Ich finde es grundsätzlich gut und richtig (und wichtig) Prostitution auch positiv darzustellen, aber ja, das zwanghafte Aufweichen jedweder Härten – wenn auch weniger ausgeprägt als während dem Crowdfunding erwartet – stößt mir sauer auf; diese Levthansgeweihten würden selbst bei durchschnittlichen Bacchanalien aus- und fortgelacht werden.

“Diversity, Geschlechtergerechtigkeit und das Scheitern am eigenen Anspruch”
Dem Kritikpunkt muss ich mich voll und ganz anschließen. Das in einem Schundroman vertiefte Männerpaar ist ja ganz nett, aber das kannten wir schon seit dem Crowdfunding, und etwas ausgewogenere Erotik (und Romantik) in den Illustrationen hatte ich mir schon erwartet (aber aus Erfahrung nicht erhofft, weswegen ich auch nicht wirklich von Enttäuschung sprechen kann, eher Ernüchterung). Außerdem sind die Beschreibungen vom Umgang mit Interspezies- und Homosexualität in aventurischen (DSA5-SC-)Kulturen zwar durchwegs gelungen, wenn auch kurz und mit wenig bis nichts Neuem, aber weit wichtiger wäre mir, das endlich mal in Kaufabenteuern entsprechend umgesetzt zu sehen!